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Die letzte Sonne (ein hoffend Requiem)

 

Es verging der letzte dunkle Efeu-

verbrannt von des Mondes Scheu.

Und auch nach dem die Sonn´ vergangen

bleibt der kugelrunde Mond gefangen.

 

Der Werwolf hält ihn in seinen Pranken

von ihm hypnotisiert sind die Gedanken

der mitleidig armen Menschen-Kreatur

die zu dem hellen Balle spricht so stur.

 

Die Lady, meine letzte Sonne an diesem Tag,

mit Ihrem Untergang den selben meiner Stimmung gab.

 

Wie füllt es mir an der Wärme statt

das Herz, so endlos traurig-matt,

mit Kälte und lässt mich erzittern?

Mir ist als wär es am Gewittern...!

 

Nur noch der freudig freche Kuss

sitzt auf der zerfurchten Wange.

Eisblumen blühn´ und ohn´ Verdruss

zittert mein dürrer Leib schon lange.

 

Um die flammendrote Stelle,

die der Sonne Lippenforme trägt,

glitzert es mit warmer Helle,

der Schein von Lebenskraft geprägt.

 

So schön geschwungen sind die Linien der Lippen

dass hier selbst das eisig kalte Nass muss weichen.

In das steineskalten Herzen lässt es Lilien schleichen (so kräftig zauberhaft)

die den Geist zum Warten und Leben antippen.

 

 

Festwiese

 

Einst liegt eine Wiese da

Was dort geschieht ist wunderbar.

In dem schönen sanften Grün

Wenn der Blümen Blüten blühn.

 

Kaum streckt die Gänseblume ihre Blütenblätter aus

schaut die Schnecke aus dem Haus heraus zum Schmaus.

Sie schnurbst gemütlich an dem Blatt

damit kein andrer etwas hat- vom grünen Blatt.

 

Ein Spinnenbein, schon immer klein,

fängt sich mit dem Netz was ein, ach ist das fein!

So nimmt auch sie ein Stück des Frühs zu sich

und setzt sich dann am Mohn zu Tisch.

 

Gerade da springt ein Hüpfer im Gras

füllt als Kellner mit Tau das Glas und hat dabei Spaß.

Die Ameisen sehen mit großem Verzücken

das Fliegen des Schwarmes der frech-kleinen Mücken.

 

Plötzlich brummt es in der Luft

Die Blumen bieten ihren besten Duft

denn eine Hummel kommt geflogen- macht um sie einen großen Bogen

und lässt sich an der Tafel nieder

denn da steht der Krug schon wieder,

aus dem sie so gerne Nektar schleckt,

hmmm- der schmeckt!

 

 

Ich denke, also bin ich

(inspiriert by DShirley)

 

ich denke, 

ich verrenke

mir das Hirn,

das hinter der Stirn,

das ewig graue

und darin nur flaue

Gedanken wehen

und entstehen

und vergehen.

Wohin soll ich gehn?

 

Bleibe stehen

im Scheen,

das Du hast

bevor du das Fremde hasst

oder in Hast

nichts passt

so wie Du willst

und es Dir füllst,

das Leben mit öden

und schnöden

Dingen

an denen sie hingen,

die Gedanken,

die schwanken

und Dich denken machen.

 

Warum nicht lachen

wie es ist

in der kurzen Frist,

die man ist

auf Erden

was soll werden

auf der Welt,

die so sonderbar bestellt

und ohne Feld gedeiht

das Gute

und die Schnute

zieht das Böse.

Wenn Du mit Getöse

lachst.

 

 

Traumzaubermutzl

 

Es geht ein Mutzl durch die Welt

Getragen vom sachtenen Wind.

Von großer Anmut und Schönheit erhellt

tanzet für mich dieses Kind.

 

Es geht ein Mutzl durch die Welt

das so rein wie das Lichte selbst.

Und von Freude und Glück ihr Tanze erzählt,

strecke deinen Arm und du sie in Händen hältst.

 

Auf die Welt ein Mutzl schaut

so flauschig sind ihre Federn.

Die streicheln so sanft meine raue Haut

Und ich sinke im Schlaf unter Zedern.

 

Auf einer Hand das Mutzl sitz

als vom Traume ich mich erhebe.

Eine Magd hat sie vor meiner beschützt

und so ich izt in Gedanken versunken erbebe. 

 

 

Der Absichtswald

 

Die Nebel fallen und geben preis,

wovon bisher keiner weiß:

Ein Wald aus Bäumen hoch und alt,

in ihrem Schatten ist´s finster und kalt.

 

In diesem Dunkel lebt ein Mann,

der älter als der größte Baum.

Auf den Wald legte er einen mächt´gen Bann,

der jeden fängt im ew´gen Raum.

 

Ein Spielkind tat´s zuerst erschaun,

war fasziniert von des Anblicks Pracht.

Man fand den Wasserfall in weiten Auen

Rotblühend, was des Lebens Safte bracht!

 

Vor Häschern fliehend kam ein altes Zauberweib,

stolpernd macht sie ihren hast´gen Gang-

denn feurig lodernd sollt ihr Leib.

Ein Felsspalt nahm den Suchenden den Fang.

 

Kräuter zur Heilung suchte einst die Magd-

fand sie unter schönen Zedern.

Auch Beeren wuchsen dort, wie man´s ihr gesagt;

die aß sie und ihr wuchsen Federn.

 

Auch kam einst ein junger Mann- rannte wie der Wind.

Der Grund- er hat verloren Frau und Kind.

Doch diesmal war nicht der Bann des Lebens Schluss:

Er gab sich selbst des Messers kalten Kuss.

 

Diese Tat nahm den Wald den Sinn-

jene zu erlösen die krank und verwirrt.

Die Seelen fließen weiter dahin;

So musste denn auch der Herrgott bekennen: er hatte geirrt.

 

 

Der Auftrag - Nachricht an den Boss in N.Y.

(geschrieben für Juliane)

 

Daheim ist´s dreckig, kalt und im Dunkeln

kann nur der Hass ganz selten funkeln.

Jedes Gespräch wird nur geflüstert

zwischen allen Leuten etwas knistert.

Flammt die Wut erst einmal auf,

gibt es schnell wegen kleinem Rauf.

 

Doch nun bin ich bei den andern

kann entspannt im Felde wandern.

Die steinig, doch auch herrlich sind.

Olivenhaine sind der Wege Kind.

Warm scheint die Sonne auf dieses Lande nieder

und spiegelt sich in meinem Herzen wieder.

Schon vergessen ist das Leid

durch das ich war zum Mord bereit.

 

Entlang dem Bach führt mich mein Gang

und ein Rabe zieht mich in sein Bann.

Sofort ward ich erinnert an die Waffe,

die ich seit Stunden mit mir schaffe.

Das Messer in der Tasche schwer

brauch ich diesmal nicht zur Wehr.

Nicht zum Entspannen bin ich hier

sondern zum Handeln wie ein Tier.

 

Von weitem seh ich einen Mann,

dessen Namen ich erraten kann.

Der Gönner der Gegend ist er,

doch meine Bosse stört er sehr.

Die Hand gleitet sicher in meine Tasche,

auf dass sie den blanken Stahl umfasse.

Schon kann ich des Mannes Gesichte sehen

und bemerk, dass Schützen im Felde stehen.

 

Besser Blut für die Familie lassen

als dass sie mich für ewig hassen.

 

Langsam schlendern wir uns entgegen

wie man es tut auf diesem Wegen.

Grad´ hebt er die Hand zum Hut

wie er es stets zum Gruße tut.

Ungeschützt ist nun sein Bauch

und die Schützen sehens auch.

 

Flink zieh ich den schönen Stahl

doch durchbohrt mich Blei- so wie ein Pfahl.

Als der Schuss gerade noch die Luft erbebt

der Schütz erneut über die Kimme späht.

Doch noch ist der Plan nicht zur Gänze verloren-

ich tu das Messer in seinen Wamste bohren.

Sogleich erhallen fünf der Schuss

und machen meinem Leben Schluss.

Die Hand erstarrt am Messers griff

als ächzend ich zu Boden schliff.

Einen tiefen Schnitt ich in ihn reiße

und ihm noch sage, dass mein Boss ihn grüßen heiße...

 

 

Baum und Weib

 

Es stand ein Baum im weiten Land,

wo sich Grasesgrün mit Blum´ verband.

Wo Klatschmohn neben blauer Blume sprießt,

wo der Fuchs den Has´ zur Nachte grüßt.

Da stand der knorrig alte Baum

und wenn Wanderer ihn erschaun

setzten sie sich in den Schatten

und so ein schönes Plätzchen hatten

zu rasten und sich auszuruhn

und zum Nickerchen die Augen zu zu tun.

 

Doch auch schöne Mädchen tat er schaun,

legten sich in den Schutz vom Baum,

sangen lieblich, klar und schön

als wöllten sie sein Herz verwöhn!

Besonders diese eine Muse

gab ihm schon weitem Gruße.

Diese Maid das „Täubchen“ war

das alte Holz wusste nicht wie ihm geschah.

Und als der Schönen Stimm` erklang,

nahm sein Gesite ihn gefang, mit dem Klang.

 

Mit den seidig weichen Händen

tat den Mächtigen sie streicheln.

Ihren Busen gedrückt an des Alten Rinden,

als wollt umschlungen sie ihn schmeicheln.

Zwitscherte ein Lied von weichem Fluss

und besang eines Jünglings Kuss

und einen solchen sie ihm auf den Leib gedrückt

- der Grün gekrönte ward zur Gänz verrückt

und gab von sich einen leisen Laut:

(im flüsternd Ächzen)

So lang habe er gehofft auf Wärme.

Bat sie: Mädchen, werde meine Braut!

Ich will dir schicken, der Schmetterlinge Schwärme

(sie begann nach Worten zu lechzen)

 

Wie soll ich nur, ich bin ne Dirn,

gar dünn ist meines Lebens Zwirn.

Dein Leben ist so endlos ewig lang

doch ohne Drang,

noch Zwang

ist ein Leben ohne Gang.

O Baum,

will dich erschaun,

mich mit dir traun,

werde du, oh edler, mein Gemahl

unsre Tage seien ohne Zahl!

 

Die Ewigkeit ward ihr gegeben,

dazu ein neues, schönes Leben.

An seiner Seite darf sie ruhn

und ihre weiblich Glieder um ihn tun.

Die beiden sind vereint im Rauschen,

fließt das Wasser um bemoosten Stein.

Sie ruhen da und dort und lauschen-

der Schönen Lied, und spüren sanften Sonnenschein.

 

 

Traum im Tod  

(oder : белая голубкa)

 

Schwer war der Weg durch nächtliches Eis.

Tief die Spuren im Schnee.

Der Kopf jedoch, der glühte so heiß,

er dachte an seine Fee.

 

Seine Hände so kalt und des Gefühles beraubt,

kämpfend die bestiefelten Schritte.

Nur den einen Gedanken hatte er sich erlaubt,

 an sie zu richten eine Bitte:

Verlass mich nicht...

 

Doch da plötzlich sein Gang erstarb

und er sich seine Kraft verdarb.

Die Knie erreichten ihre Schranken,

Schwarz wurden seine Gedanken-

das Gesicht im Schnee.

 

„Erheb dich doch, schnell!“

rief zu ihm eine Stimme, hell.

Sie den Weg zurück erhellt,

so kam er denn in diese Welt.

 

Kaum gesehen er das Kind erkannt,

welches ihm reichte die weiche Hand.

In die Arme sie sich schlossen

und die Zweisamkeit genossen.

Die kalten Hände im Gesicht-

so rau und schwer-

sprechen leise sein Begehr.

In den Augen konnt sie lesen,

wie gar einsam er im Leben gewesen.

Seine Worte wog er sehr bemessen

so dass sie niemals sind vergessen-

und ihr Werke sie begann.

 

Ihr Antlitz machte die Natur erblühen,

schmelzen auch den Schnee.

Das Herz machte ihn glühen

und aus den Augen rann ein See-

aus Glück und warmem Eis.

 

Die beiden jungen sich umschlossen,

Blüten, Knospen, Gräser sprossen.

Flügel rauschten um sie her

und sie vergassen nimmermehr

ihre große Liebe.

Zärtlich tauschten sie nen Kuss

und so hat das ganze einen Gruß...

‚Für Dich...!’




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