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Schöisn- das Leben

Nun seht Euch an, ihr Lords und Ladys, was mir neulich beym Kramen in die Haende fiel:

Ich nenn Dich Hummel

nenn Dich heller Stern,

denn ich hab die Hummel gern.

 

Ich schenke Dir im Herzen Rosen,

nenn Dich kleine Maus,

denn im Herzen ist ein Tosen.

Und das Tosen das soll raus.

 

Deine Worte sind für mich die Diebe

die den Lippen Küsse stehlen.

Das alles sage ich, weil ich Dich liebe,

und wir sonst hier ewig stehen.

 

Zu dieser Zeyt die laengst vorbey, so scheynt es, war die Welt noch jung und schoen. Jetzt ist sie Grau und allmaehlich verwelken die schoenen Herzensrosen. Wolken schieben sich vor die sonst so hellen Sterne, der Wind ebbt zugleych ab, der damals noch toste... Kuesse scheynt mir nur noch das Blut stehlen zu koennen, das in schoenen Rinnsalen ueber die Brust fließt und aus dem Herz mir tropft.

 

Jene Zeyten nicht zu vergessen, sie in Ehre haltend, will ich mich wieder an die Arbeyt schaffen, Euch eyn paar Zeylchen zu dichten, den Stift bedaechtig uebers Blatte streychen lassen, dass er vergnueglich und in Ruhe ueber das blasse Papiere gleyte und kratze, die pechfarbene Tinte gut verteyle in grazilen Formen und Strichen. Eyn wenig in den Schwung zu kommen, will mit altem ich beginnen, das schon laenger liegt und von der Zeyt veredelt wird, wie feyner Weyne gelagert und gealtert, an Arom und Geyst bereychert ist. So beginn ich nun, Euch morgen oder bald das Ergebenisse kund zu thun!

"Poet" Wóron 

18.2.07 20:08
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Darkshirley / Website (22.2.07 08:27)
Wenn ihr neu Zeilen schreibt, wollt ihr sie mir dann zeigen? Ich wäre sehr froh darüber. Denn eure Worte sind so schön wie der warme Sommer. wie das Abendrot... *schwärmt*. Bitte schreibt =)

Gruß; shirley


Mensch (23.2.07 12:32)
Gott zum Gruße, Herr Wóron!
Euch ist wohl bekannt, dass nicht die mittelalterliche Sprache die Eure ist... beabsichtigt Ihr dies, so solltet Ihr alsbald aufhören gar jedes besonnene 'i' in ein 'y' zu verwandeln...!
Noch sei zu sagen, ich schätze Eure Dichtereyen hoch ein...


Wóron (23.2.07 14:34)
Eyn Mensch in Ehren - mehr zu mehr Ehren!

Habet Dank fuer das vortrefflich Kompliment, betreffend diese Dichterey. Und auch die Ruege sey gedankt. So will ich nicht laenger anmaßen es sey Sprache des Mittelalters, s ist meyne Spielerey in eygner Sprache.
Ich hoff Euch missfaellt diese Antwort nicht, O Mensch in Ehren (Ihr, wie auch jeder der sich "Menschenwesen" nennen darf)!
In hoher Achtung und mit tiefer Verbeugung vor Eurem Wesen. Ich hoff Ihr koemmet oefter vorbey.

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