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Geleytspiel

Eyn leerer Marktplatz.

Marktschreyer und Trompeter von Rechts kommend durch ein weytes Steynportal

Trompeter eine Ankuendigung blasend:

Schenkt Gehoer dem Markschreyer,

dem Mann mit dem kraeftigsten Organe weyt und breyt!

Er gibt nun Kund zu eyner Feyer

sagt wann, wo, warum, wie weit

und ueberhaupt. Zum Marktschreyer: Beginnt nun endlich kund zu thun,

kaum laenger kann der Geysterpoebel harren!

Noch thun keine Blicke auf Euch ruhn,

wer weyß wie lang sie sich noch Scharen?!

Marktscheyer eine Bulle entrollend:

Ihr lieben Leute dieser Geysterstadt,

die Ihr so zahllos um uns steht!

An euch ist diese Kund gerichtet

die der Gruender, unser Herr, euch angedichtet.

Darin so manche Preysung geht

einher mit schoenen Plaenen die er hat.

So laesst er denn euch herzlich grueßen

in Ehre viel, wie der Tausendfueßer Fueßen!

Er laesst euch sagen, daß dieses Staedtchens Geyst,

die Kunst der Schriften seyen soll.

Der hohe Herr, er stellt euch frey

und sagt es waehr ihm eyne große Freud

das ein jeder sich hinzue thu

den Geyste ohne lange Ruh

in diesen Mauern stark zu machen

und eyn Feuer wohl auch zu entfachen

brennend von der Kuenste viel:

Verse, Lieder, Rheime von dem Stil

wie es in fruehen Zeyten eynst gefiel.

Auch Prosa sey hier nicht verkannt

wie jeder andere, scheynbar alte Tand,

ebenso wie auch der Schund und Schand (von Stand?).

Er laesst euch seyne Plaene wissen

braucht nur deshalb seyne Latschen nicht zu kuessen,

er will euch ja nur nennen was an bisher kleinen Saaten

er gedenket in den Boden einzugraben, was fuer Thaten

er fuer dieses schoene Staedtchen plant:

An erster Stelle wird er sich seynem Schreyben widmen,

euch die Verse nennen, die er sich erdacht- Eyns.

Hernach, schon an der Stelle zwey, steht ihr, der Poebel,

den er mit Texten will erfreuen, die Ihr weyterschreyben koennt.

Als fernes Ziel, mehr einem Schimmer, denkt er an ein Rollenspiel

mit jenen Leuten, denen dies gefiel.

Auch soll es dumme Sprueche geben

sie machen ertraeglich, lustig-froh das Leben.

Koennt drueber auch philosophieren

statt immer nur stur zu studieren

(oder zu schlucken ungesundes Maß an Bieren,

dabei noch kostbar Gold verlieren).

Und weyter, so muss er bekennen, sann er noch nicht was er vorhat

mit dieser bisher totenstillen Geysterstadt.

Nur hofft er daß durch euer Streben,

welches ihr bringt, auch Leben

auf das Kopfsteynpflaster kommt,

er wuenscht es keahme prompt.

Damit bisher auch zu enden

gibt er euch die Chance zu wenden

eure Gedanken hin und wieder

ebenso auch eure Glieder.

Will euch langsam kriechen sehen

aus den Ecken und den dunkeln Gassen,

in denen vermummte Gestalten stehen

und nutzlos laestig hier rumgaffen.

Vor ihren Augen wolln wir etwas schaffen

das sich sehen lassen kann zum gaffen!

Marktschreyer ab.

Trompeter: Was ist das fuer ein laestig Mann

der nur in der er-Form sprechen kann!

Sagte er doch einmal "Ich"

so wie es steht auf seynem Wisch!

Stattdessen spricht er lang lang und dumm

und fuehrt mich an der Nas´ herum,

dass Ruhe ich ihm schaffe,

obwohl doch niemand da, der gaffe.

Kopfschuettelnd ab.
27.1.07 18:30
 


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